Client Success Story
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Cloud-Governance: Einheitlich, sicher, auditierbar
Entdecken Sie, wie Secure-by-Design-Transformation den Weg ebnet für Skalierbarkeit, Compliance und maximale Entwicklergeschwindigkeit.

Der Impact auf einen Blick
Mit einem einheitlichen Multi-Cloud-Governance-Modell über AWS, Azure, VMware und OCI hinweg schafft ein führender europäischer Anbieter digitaler Dienstleistungen die Grundlage für Sicherheit und Compliance – CIS- und DSGVO-ready. Das Ergebnis: schnellere Innovationen bei gleichzeitig reduzierten Risiken.
Ausgangslage und Herausforderung
Wie viele Organisationen mit unterschiedlichen Anforderungen hatte das Unternehmen mehrere Cloud-Plattformen für verschiedene Zwecke eingeführt – Analytics, Anwendungen für Mitarbeitende, Partner-Workloads und Altsysteme. Diese Komplexität führte zu fragmentierten Verantwortlichkeiten und fehlender zentraler Kontrolle – eine Herausforderung, mit der sich insbesondere öffentliche Einrichtungen beim IT-Modernisieren zunehmend konfrontiert sehen.
Die schnelle, dezentrale Expansion überforderte die interne Cloud-Sicherheitskompetenz. Es entstand ein Skill Gap, das eine konsistente Governance nahezu unmöglich machte. Neue Angriffsflächen entwickelten sich an den Schnittstellen zwischen Legacy-Systemen und cloud-nativen Services. Gleichzeitig fehlte dem Management ein einheitlicher Risikoblick, um Compliance mit strengen Regularien wie der DSGVO sicherzustellen.
Was auf dem Spiel stand
Ohne strategische Neuausrichtung wäre das Unternehmen erheblichen und weiter wachsenden Risiken ausgesetzt gewesen, die das zukünftige Wachstum ernsthaft gefährdet hätten:
- Regulatorisches Risiko: Steigende Gefahr erheblicher DSGVO-Bußgelder und die Unfähigkeit, Compliance mit CIS Benchmarks oder der CSA Cloud Controls Matrix nachzuweisen. Audits konnten nicht bestanden und Verantwortlichkeiten nicht belegt werden.
- Sicherheitsblinde Flecken: Weit verbreitete Fehlkonfigurationen in produktiven Diensten, darunter unsichere Objektspeicher, die für das Security-Team intransparent und unüberwacht waren, sowie zu großzügige IAM-Policies, die das Least-Privilege-Prinzip verletzten. Die fehlende identitätsbasierte Segmentierung ermöglichte im Fall eines Angriffs eine seitliche Ausbreitung.
- Verzögerte öffentliche Dienstbereitstellung: Neue Services wurden durch manuelle, inkonsistente Bereitstellungsprozesse und fragmentierte Governance um Wochen verzögert – mit direktem Einfluss auf die Digitalisierungsziele des Unternehmens.
- Steigende Kosten: Ineffiziente Betriebsabläufe und doppelte Tool-Landschaften in AWS, Azure, OCI und VMware trieben die Betriebskosten in die Höhe – ohne entsprechenden Sicherheitsmehrwert.
Unser Ansatz: So sind wir vorgegangen
Wir implementierten ein risikobasiertes Cloud-Governance-Framework, das auf proaktiver Sicherheit auf Architektur-Ebene aufbaut. Der Ansatz war transformativ, nicht nur technisch – mit Fokus auf Transparenz, Audit-Trails und Policy-as-Code-Schutzmechanismen:
- Proaktive Architektur-Reviews: Wir haben detaillierte Reviews von High-Level- (HLD) und Low-Level-Designs (LLD) durchgeführt, um Sicherheits-Anti-Patterns zu identifizieren und zu eliminieren bevor sie umgesetzt wurden. Diese architektonischen Prüfungen stellten sicher, dass Isolierung und Segmentierung von Anfang an robust implementiert waren und damit die Auswirkungen möglicher Sicherheitsvorfälle stark begrenzt blieben.
- Risikotransparenz zuerst: Das Projekt begann mit der Einführung eines Cloud Security Posture Management (CSPM)-Tools, das ein umfassendes Multi-Cloud-Risikoregister aufbaute. Aus einer Landschaft voller Unbekannter wurde so ein priorisierter Maßnahmenplan.
- Governance by Design: Wir haben Policy-as-Code-Schutzmechanismen implementiert, die Zero-Trust-Prinzipien durchsetzten. Fehlkonfigurationen wurden so bereits vor der Bereitstellung verhindert, und Vertrauen war in keinem Schritt der Transaktion implizit.
- Kontextspezifische Kontrollmechanismen: Anstelle generischer Richtlinien definierten wir sichere Blueprints für besonders risikobehaftete Dienste wie Kubernetes und Redshift. Dazu gehörte die Implementierung von Cloud Infrastructure Entitlements Management (CIEM), um Berechtigungen präzise zuzuweisen und stehende Privilegien im IAM zu eliminieren.
- Kontinuierliche Audit-Bereitschaft: Sämtliche Sicherheitskontrollen wurden von Grund auf mit CIS Benchmarks, CSA CCM und DSGVO-Anforderungen in Einklang gebracht. Eine automatisierte Nachweiserfassung stellte sicher, dass das Unternehmen jederzeit auditbereit war.
Greifbare Erfolge aus der Zusammenarbeit
Die Umsetzung führte zu sofortigen, messbaren und nachhaltigen Verbesserungen der Sicherheitslage und der operativen Effizienz – festgehalten als zentrale Governance-Erfolge:
- Bis zu 92 % weniger wiederkehrende Fehlkonfigurationen, was die Audit-Fähigkeit und Compliance-Nachweise signifikant stärkte.
- 65 % weniger stehende Privilegien nach Einführung der CIEM-Prinzipien zur Berechtigungsoptimierung.
- Schnellere und sicherere Aktivierung digitaler Services, durch standardisierte Landing Zones wurde die Bereitstellungszeit von Wochen auf Stunden reduziert.
- Der Mean Time to Detect (MTTD) für Cloud-Sicherheitsvorfälle wurde auf ca. 6 Minuten gesenkt, der Mean Time to Remediate (MTTR) lag bei nur ~1,8 Stunden.
- Die Audit-Vorbereitungszeit sank um 40 %, sodass Teams DSGVO- und CIS-Konformität jederzeit nachweisen konnten.
Dieser bewährte Ansatz wird nun genutzt, um öffentlichen Einrichtungen beim Aufbau sicherer, konformer und effizienter Multi-Cloud-Umgebungen zu helfen – damit sie ihre IT modernisieren können, ohne Kompromisse bei Datenschutz und Compliance einzugehen.



